Gedanken zum Monatsspruch Februar

 

Es ist das Wort ganz nahe bei dir,

in deinem Munde und in deinem Herzen,

dass du es tust.

Deuteronomium (5. Mose)

Kapitel 30, Vers 14

 

Wenn ich diese Worte höre oder lese, stellt sich mir die Frage:

 

Welches Wort ist damit eigentlich gemeint?

 

Es ist damit wohl kaum mein eigenes Gerede gemeint, denn sonst würde es ja „es ist dein Wort ganz nahe“ heißen. Also muss es sich dabei um das Wort eines anderen handeln. Aber welches Wort ist mir so nahe, dass es in meinem Mund und in meinem Herzen ist? Welches Wort habe ich so sehr verinnerlicht, dass es mein Leben so sehr bestimmt, dass ich es auch praktisch umsetze?

 

Eigentlich sollte es das Wort Gottes sein. Die 10 Gebote und das Doppelgebot der Liebe (»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« und »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«) sind uns von Jesus in besonderer Weise nahegebracht worden. Aber welche Geltung haben sie konkret für mich?

 

Klar, der Wortlaut ist mir gut bekannt und wenn es darauf ankommt, kann ich damit auch argumentieren. Aber ist das Wort Gottes für mein Denken, Reden und Handeln tatsächlich so bestimmend, dass meine Mitmenschen erleben können, wessen Geistes Kind ich bin?

Der entscheidende Begriff ist das kleine Wörtchen „nahe“. Solange ich das Wort Gottes mit einem Sicherheitsabstand behandle und mir nicht unter die Haut und auch nicht bis in mein Herz gehen lasse, bleibt es mir fremd und ich werde es auch nicht glaubwürdig in die Tat umsetzen.

 

Gottes Wort ist für uns in Jesus Christus Mensch geworden. Darum will ich das tun, was er möchte, denn er meint es schließlich gut mit mir.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

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