Gedanken zum Monatsspruch Juli

 

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!

 

Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt

 

und Gerechtigkeit über euch regnen lässt.

Buch des Propheten Hosea, Kapitel 10, Vers 12

 

     Niemand, der auf seinem Feld Weizen aussät, wird ernsthaft darauf warten, dass er dort anschließend Kartoffeln ernten kann. Doch wenn der Landwirt zuvor seinen Acker ordentlich vorbereitet hat und sich danach entsprechend um die Aussaat kümmert und die Natur mit ausreichend Sonne und Regen ihren Beitrag dazu beiträgt, hat der Bauer durchaus berechtigten Grund zur Hoffnung, dass er im Herbst eine gute Ernte einbringen kann.

     Wenn wir uns nach Gerechtigkeit und Frieden sehnen, sind auch wir gefragt, unseren entsprechenden Beitrag dazu zu leisten. „Wer Ungerechtigkeit ausstreut, wird vergeblich auf Gerechtigkeit hoffen. Wer Unfrieden sät, wird Hass ernten und nicht Frieden und Liebe.“ (Carmen Jäger, in: Gemeindebrief 4/2018) Es lohnt sich wirklich die unterschiedlichen Felder unseres Lebens zu bearbeiten, denn weder durch Nichtstun noch durch unangemessenen Übereifer, können wir das Ergebnis unseres Einsatzes maßgeblich im positiven Sinne beeinflussen.

     Es gibt in der Bibel viele verschiedene Bilder für Gott. In der zweiten Schöpfungserzählung (1. Mose 2, 4bff) wird Gott als ein großartiger Land-schaftsgärtner beschrieben, der zu Beginn den Paradiesgarten Eden für den Menschen anlegt. Im weiteren Verlauf der Geschichte hat er dann immer wieder seine Gärtner, die Propheten in den Weinberg seines Volkes geschickt. Schließlich hat er sogar seinen Sohn zu den Menschen geschickt, der uns sagt, dass wir eine lebendige Verbindung zu ihm brauchen so wie ein Weinstock mit seinen Reben, damit unser Leben wirklich fruchtbar ist.

 

     Ihr Pfarrer Michael Schaefer

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