Gedanken zum Monatsspruch für Mai

 

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen,

was man hofft,

und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

 

Brief an die Hebräer Kapitel 11, Vers 1

 

„Ich glaube nur an das, was ich sehe!“

Diesen Satz höre ich immer dann, wenn es um den Glauben an Gott geht. Im weiteren Gespräch versuche ich meinem Gegenüber klarzumachen, dass es in unserem Leben so vieles gibt, dass wir nicht sehen können, ohne das wir aber nicht leben können.

Meist frage ich: „Können Sie die Luft sehen, die Sie zum Atmen brauchen?“ Oder: „Können Sie die Liebe sehen, die Ihnen geschenkt wird?“

Oder: „Was ist, wenn Sie Ihre Sehkraft verlieren, ist dann das, was Sie bisher gesehen haben, dann auf einmal nicht mehr da?“

Es ist tatsächlich eine Schwierigkeit des christlichen Glaubens, dass man Gott nicht einfach vorzeigen und anschauen lassen kann so wie einen einfachen Gegenstand oder ein kostbares Schmuckstück.

Auf der anderen Seite will sich Gott von uns Menschen nicht nur aus der Ferne mit entsprechendem Sicherheitsabstand begaffen lassen.

Im Gegenteil: in seinem Sohn Jesus Christus ist er den Menschen ganz nahegekommen, ist auf Tuchfühlung gegangen, wurde einer von uns und ließ sich sogar anfassen.

Wenn wir fest daran glauben, dass Gott uns nahe ist, auch wenn wir ihn nicht sehen oder nicht einmal spüren, dann können wir ihn unter Umständen sogar hautnah erfahren. Wir können ihn auf scheinbar selbstverständliche Art und Weise oder auch ganz unerwartet und ungewöhnlich erleben.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

 

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