Gedanken zum Monatsspruch April

 

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes,

der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

 

Brief an die Kolosser

Kapitel 1, Vers 15

 

 

An die Vorstellung, dass Gott unsichtbar ist, haben wir uns gewöhnt. Und dass in Jesus Christus Gott für uns Mensch geworden und somit auch sichtbar wurde, macht die Sache aber nur zum Teil einfacher, denn weder haben wir ihn damals gesehen noch ist er heutzutage für uns anzuschauen. Eine bildliche Darstellung von ihm? Ebenfalls Fehlanzeige!

Die zusätzliche Erklärung, dass Jesus der Erstgeborene der ganzen Schöpfung ist, trägt ebenfalls nicht zum leichteren Verständnis bei.

Paulus versucht den Leserinnen und Lesern seines Kolosserbriefes verständlich zu machen, dass der Gott der Christen anders als die antiken Gottheiten nicht einmal nur kurz zu Besuch bei einer Menschenfrau war und dann einen „Halbgott“ zurückließ. In Christus begegnet in dessen Reden und Handeln Gott selbst den Menschen. Darüber hinaus wird betont, dass dieser Christus nicht nur eine vorübergehende Episode in der Menschheitsgeschichte war, sondern schon von Anfang an – also seit Beginn der Schöpfung durch den einen Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, - bei Gott gewesen ist.

Unausgesprochen steht dahinter, dass Christus auch am Ende der Schöpfung dabei sein wird und wir in ihm dann das Ebenbild Gottes werden erkennen können.

Oder mit anderen Worten:

Jesus Christus: Anfang und Vollendung der Schöpfung Gottes.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

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