Gedanken zum Monatsspruch August

 

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

 

Evangelium nach Matthäus

Kapitel 10, Vers 7

 

     Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal den Himmel betrachtet?

War es, als Sie nach der langen Zeit der Hitze und Trockenheit sehnsüchtig nach Regenwolken Ausschau hielten? Oder war es vor der geplanten Feier im Freien, als Sie fürchteten das Ganze könnte ins Wasser fallen? Oder war Ihre Himmelsschau vollkommen zweckfrei und Sie haben sich einfach nur am blauen Himmel und den sich ständig ändernden Wolkenformen gefreut?

     Haben Sie vielleicht beim Blick nach oben schon mal die Frage gestellt: Gott bist du da oben?

     Im Monatsspruch heißt es: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ Jesus hat diese Worte seinen Jüngern auf ihrem Weg in die Nachbarschaft mitgegeben. Dabei meinte er nicht, dass sie ihren Mitmenschen das Blaue vom Himmel versprechen sollten. Denn das bringt letztlich gar-nichts! Vielmehr geht es doch darum deutlich zu machen, dass Gott für uns Menschen nicht der ferne Gott bleiben will. In seinem Wort, in Jesus Christus und in den Menschen, die an ihn glauben, kommt er uns nahe.

     Und das bedeutet für uns, dass wir nicht sehnsüchtig in den Himmel schauen sollen und nur noch darauf warten, dass Gott in seiner Herrlichkeit zu uns kommt. Vielmehr haben wir den Auftrag, zu unseren Mitmenschen zu gehen und ihnen einfach davon zu erzählen, dass wir Gott in unserem Leben ganz persönlich erfahren haben, dass Gott uns nahe war, bzw. ist.

     So kann aus der verheißungsvollen Ankündigung, dass das Himmelreich nahe ist, eine Wirklichkeit werden, die das Leben konkret verändert. Der Blick aufs Leben wird weiter, der Horizont öffnet sich und wir können ein Stück Himmel auf Erden schon jetzt erleben.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

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