Gedanken zum Monatsspruch August Jubeln sollen die Bäume des Waldes vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten. 1 . Bu c h d e r C h r o n ik, Ka p i te l 1 6 , Ve rs 3 3 Mit Blick auf den Zustand unserer Wälder kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bäume dort, Grund zum Jubeln haben. Im Gegenteil: Stürme, Borkenkäfer und zunehmende Trockenheit machen den Wäldern doch immer mehr zu schaffen. Hinzu kommen noch Klimawandel und großflächige Abholzung en in den Tropenwäldern. Alles in allem sieht es schlecht aus mit den Bäumen des Waldes. Schon in den ältesten Aufzeichnungen der Menschheit ist von der besonderen Bedeutung des Waldes für die Menschen die Rede. In manchen Kulturen wurden / werden Bäume sogar als Gottheiten verehrt. In der Bibel werden verschiedene Funktionen des Baumes beschrieben: als Lebensraum für Mensch und Tier und als Beispiel für Standhaftigkeit im Glauben. Im Monatsspruch ist davon die Rede, dass die gequälte Natur Grund zum Jube l hat, denn Gott schaltet sich ein und wird am Ende diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die sich an seiner Schöpfung vergangen haben . Im ersten Moment mag man an die Gottlosen oder die Feinde Gottes denken. Aber was ist, wenn ich einer bin, der die Natur, die Schöpfung Gottes durch meine Art zu leben schädige? Was trage ich zum Erhalt der Schöpfung bei? Inwiefern bin ich bereit, mich einzuschränken? Ein Sprichwort lautet: „Wer in der Jugend Bäume pflanzt, kann sich im Alter in den Schatten setzen“. Mit Blick auf die derzeitige Hitzewelle ist das vielleicht eine Möglichkeit, verantwortungsvoll mit unserem Mitgeschöpf „Natur“ umzugehen.

 

Pfarrer Michael Schaefer

 

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