Gedanken zum Monatsspruch Dezember:

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet,

der vertraue auf den Namen des HERRN

und verlasse sich auf seinen Gott.

                                                                              Jesaja 50,10

 

 Liebe MainleuserInnen,

wen meint Jesaja da? Den Pfarrer, den Kirchenvorstand, den Bürgermeister? Mich? Oder im Zweifel vielleicht doch eher die anderen?

 

Wie gehe ich mit dem Text um? Lebe ich im Dunkeln? Merke ich überhaupt, wenn ich im Dunkeln lebe, oder spüre ich gar nicht mehr, dass mir etwas fehlt?

Kein Licht, das bedeutet: fehlende Orientierung, Kälte, Blindheit, Einsamkeit, Unsicherheit, Angst. Ja, ich muss ein Update durchführen, eine Neuausrichtung. Meine innere Festplatte löschen, neu programmieren, was wichtig ist und worauf es in meinem Leben ankommt. Und die neue Software heißt, so scheint es, „Name des Herrn“.

   Wieso auf den Namen und nicht einfach auf den Herrn selber?

„Name“ sagt aus, was ich mir auf die Fahne schreibe, was mein Lebensmotto ist. Wofür es sich lohnt zu leben, auch wenn nicht sofort Hilfe und gute Ratschläge kommen.

Mutig und voll Vertrauen. Ich soll dem folgen, was der Herr auf seiner Fahne stehen hat; seinen Willen tun: Meinen Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst. Dann bekomme ich neue Orientierung und Gemeinschaft.

Ich erfahre menschliche Nähe und Wärme wird mir zuteil. Ich lasse mich auf andere Menschen ein, die sich dann auch wieder mir zuwenden. Auch dafür ist die anstehende Adventszeit gedacht. Ich nehme mich ein Stück weit heraus aus dem Alltagsstress und den Erwartungen meines Umfelds. Nicht: „was wollt ihr alle von mir, dass ich tun soll“, sondern „rede Herr, so will ich hören.“ Hilf mir, dein Wort herauszuhören aus den Hintergrundgeräuschen des Alltags und es zu erkennen. Damit ich mich wieder neu ausrichten kann, wo und wie Du, Gott auf mich zugehst. Zum Beispiel in einem Stall, mit einem Kind in der Krippe, das so hilflos und unschuldig in diese Welt kommt, um mir Heil zu schenken. Ich wünsche Ihnen eine interessante, besinnliche Adventszeit.  

                             Frank Schubert

 

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