Gedanken zum Monatsspruch Januar:

Gott ist treu

1. Brief an die Korinther 1,9

 

Wenn zwei Menschen sich entschließen, zu heiraten, bedarf es – abgesehen von den ganzen Unterlagen, die zur Anmeldung vorzulegen sind – im Wesentlichen nur eines „Ja“. Da geht es nicht darum, ausführlich zu begründen, warum man denn nun mit der- oder demjenigen den Rest seines Lebens verbringen will; und auch nicht darum, Bedingungen aufzustellen, die der Partner unbedingt erfüllen muss, um das Projekt Ehe zu starten – im Idealfall haben sich das beide schon überlegt, bevor sie sich auf den Weg zum Standesamt gemacht haben. In dem Moment, in dem sich eine so entscheidende Weichenstellung vollzieht (und das nicht nur im Blick auf Recht und Finanzen), geht es darum, wahre Worte zu sagen, nicht viele. In der Kürze liegt die Würze! Und schließlich sollen beide auch noch nach ihrer Eheschließung miteinander reden, und nicht etwa den Trausaal mit den Worten verlassen „So, dann wäre ja jetzt alles gesagt“.

Ebenso verhält es sich mit der Beziehung, die Gott mit jedem von uns eingeht: Auch dabei ist das Wörtchen „Ja“ das alles Entscheidende, das „Ja“ Gottes, wenn er uns ins Leben ruft, und unser „Ja“, wenn wir uns dazu entscheiden und bekennen, unser Leben im Vertrauen auf Gott führen zu wollen. Gott hält an seiner Zusage fest, denn „Gott ist treu“ (1. Korinther 1,9) – dem hat Paulus auch nichts hinzuzufügen, weder ein „es sei denn“, noch ein „aber nur wenn“. Nein, Gottes Treue ist völlig bedingungslos. Er erwartet keine Gegenleistung, nur ein ehrlich gemeintes „Ja“ von uns – aber auch nur dann, wenn er für uns eine Herzensangelegenheit ist, wenn wir wirklich bereit sind, unser „Ja“ erneut zu bekräftigen.

Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr 2020 den Mut, auch zu Neuem „Ja“ zu sagen, im Wissen darum, dass wir geliebt, „bejaht“ sind.

                                                                       Lena Schaefer, cand theol.

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