Gedanken zum Monatsspruch Juni

 

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz,

wie ein Siegel auf deinen Arm.

Denn die Liebe ist stark wie der Tod.

Hoheslied 8,6

 

 

Siegel – so etwas kennen wir heutzutage nur noch auf amtlichen Dokumenten oder aus Filmen mit historischem Inhalt.

Und wenn etwas ver-siegelt ist, dann darf das auch nicht jeder einfach öffnen, sondern nur der, dem das Siegel gehört oder der die Erlaubnis dazu hat.

Im Hohelied Salomos wird damit das Treueversprechen von zwei Menschen zueinander ausgedrückt. Dabei soll es nicht um eine vorübergehende, zeitlich begrenzte Partnerschaft gehen. Vielmehr ist die Gemeinschaft bis zum Lebensende gemeint. Darum verwende ich auch heutzutage noch bei einer kirchlichen Trauung nach wie vor die Formulierung: „… bis dass der Tod euch scheidet.“

Fassen wir den Monatsspruch noch weiter und nehmen ihn vielleicht sogar persönlich, dann geht es dabei um die grundsätzliche Zugehörigkeit des Menschen zu Gott. Wer sich in seinem Leben vom Willen Gottes bestimmen und nachhaltig prägen lässt, der steht nicht nur unter dessen Schutz. Wer sich von Gott sein Siegel aufdrücken lässt, darf sich sicher sein, dass er / sie unserem himmlischen Vater lieb und teuer ist und dass seine Liebe zu uns nicht einmal mit dem Tod endet.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

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