Gedanken zum Monatsspruch für Mai

 

„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.“

2. Buch Samuel, Kapitel 7, Vers 22

 

Eine weiße Weste hatte König David nun wirklich nicht. Nicht nur, dass er wie andere Könige auch blutige Kriege gegen feindliche Völker führte, um sein Reich zu verteidigen, nein – David scheute auch nicht davor zurück, einen unschuldigen Mann ans Messer zu liefern, als er ein Auge auf dessen Frau Batseba geworfen hatte. Dadurch hatte er Gottes Zorn auf sich gezogen: Das Kind, das aus diesem Verhältnis hervorging, sollte schon nach kurzer Zeit sterben. David war verzweifelt und klagte zu Gott, seinem Sohn doch wieder das Leben zu schenken, aber seine Bitte wurde ihm nicht erfüllt. Er musste mit der Schuld, die er auf sich geladen hatte, leben und sie aushalten.

Doch David bekommt eine neue Chance von Gott, seiner Berufung als König würdevoll zu entsprechen. Batseba bringt einen zweiten Sohn zur Welt:

Salomo, der später Davids Platz auf dem Thron einnehmen sollte.

 

Als David dies erfährt, ist er ganz überrascht und fragt: „Wer bin ich, Herr, dass du mich bis hierhergebracht hast?“ Am eigenen Leib hat er erfahren, dass Gott Vergeltung und Recht schafft –  er aber gerade auch ihm gegenüber hat Barmherzigkeit walten lassen. Gott ist bei ihm und verspricht auch den Nachkommen Davids seinen Beistand. Angesichts dieser großen Gnade bekennt David: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.

 

Gott allein ist es, der Schuld vergibt und neue Wege eröffnet.

 

Das Glaubensbekenntnis zu Gott ist auch das Herzstück der Konfirmation, die wir in diesem Monat feiern. Die Jugendlichen erklären an diesem Festtag, dass sie ein Teil dieser Gemeinde sein wollen, und bitten um Gottes Segen für ihren Lebensweg. Wir wünschen ihnen, dass sie – wie David – erfahren, dass Gott auch ihnen nahe sein will, und im Vertrauen auf seine Gnade in die Zukunft gehen.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

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