Gedanken zum Monatsspruch September

 

Ja, Gott war es, der in Christus

die Welt mit sich versöhnt hat.

 

2. Brief an die Korinther,

Kapitel 5, Vers 19

 

Versöhnung! – was für ein großes Wort.

Im Lexikon findet sich folgende Erklärung: sich mit jemandem versöhnen, einen Streit, eine Feindschaft zwischen Gegnern beilegen, schlichten.

Wenn ich an Versöhnung denke, stelle ich mir ein gegenseitiges Aufeinander-Zugehen vor: man versöhnt sich wieder miteinander. Zwei gegnerische Parteien schließen einen Kompromiss. Der Streit wird einvernehmlich geschlichtet und man spricht wieder miteinander.

Wichtig dabei ist: beide Seiten müssen zur Versöhnung bereit sein, Entschuldigungen müssen auch angenommen werden. Nachtragend zu sein macht Versöhnung unmöglich.

Wie gut, wenn es heißt, dass Gott sich mit uns versöhnt hat. Auch wenn wir uns „fast keiner“ Schuld bewusst sind. Oder müssten wir nicht - wenn wir ehrlich zu uns selbst sind - eingestehen, dass wir schuldig geworden sind und es immer wieder werden an unseren Mitmenschen, an uns selbst und vor Gott? Wie schnell sind wir dann mit Erklärungsversuchen oder Entschuldigungen dabei: „Ich bin halt so. Ich kann doch nicht aus meiner Haut.“ oder: „Die anderen Leute oder die Umstände sind schuld daran, dass ich so bin oder dass ich es getan habe.“

Gott hat sich in Jesus Christus mit der Welt – also auch mit mir – versöhnt! Er macht „reinen Tisch“ und schafft klare Verhältnisse. Am Kreuz von Golgatha, als die Welt ihn loswerden wollte, hat sich Gott mit seinem Sohn in diese Welt voll eingebracht und einen Neuanfang gemacht.

Sünde und Tod haben ihre endgültige Macht verloren. Auch wenn wir daran zweifeln, Gottes „JA“ zu uns und seine Versöhnung mit dieser Welt bleiben uneingeschränkt gültig.

 

Ihr Pfarrer Michael Schaefer

er

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