Gedanken zum Monatsspruch im August
Jesus Christus spricht:
Ich bin gekommen,
damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.
(Joh. 10,10)
Liebe Gemeinde,
was für eine tolle Vorstellung, so ein Leben in Fülle. Aber dieses hier beschriebene Leben in Fülle meint nicht etwa ein irdisches Leben in grenzenlosem luxuriösem Überfluss, wo ich mir alles leisten kann, was ich nur möchte. Es bedeutet vielmehr ein Leben, dass kein Ende kennt und in die ewige, göttliche Fülle mündet.
Mit Jesus Christus ist ja das Leben selbst in unsere Welt gekommen. Vom ewigen Schöpfer, von dem wir alle das Leben eingehaucht bekommen haben und aus dessen Gnade wir alle leben, kommt Jesus Christus her, der menschgewordene Gott. So beschreibt es auch der Evangelist Johannes gleich im 1. Kapitel seines Evangeliums:
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Jesus kommt, um uns die Gnade und Güte Gottes aufzuzeigen. Er kommt, um den Tod als Feind des Lebens zu besiegen und uns damit ewiges Leben in Fülle zu schenken. Ich gebe zu, dass ist mit unserem begrenzten menschlichen Verstand ein schwer vorstellbarer Gedanke. Aber die Hoffnung darauf gibt schon hier, in diesem begrenzten irdischen Leben, so viel Trost und Zuversicht. Ich darf, dank Jesus Christus, daran glauben, dass der Tod nicht das letzte Wort haben wird, sondern ich diese göttliche Fülle schaue, in der ich auch meine Lieben wieder sehen werde. Was für eine tröstliche Vorstellung, dieses Leben in Fülle. Gott sei Dank!
Ihr Diakon Holger Goller
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